Montag, 20. Mai 2013

By By Blogger - Neue Webadresse der GJ


Wir verabschieden uns von unser alten blogspot-Adresse und ziehen auf den Server des Landesverbandes um.
Ihr findet uns zukünftig unter erfurt.gj-thueringen.de Dort werden wir euch wie gewohnt mit Berichten von unseren Aktionen und allen Infos rund um die GJ versorgen.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Erfolgreiche Protestwoche gegen Rechts

GJ bei der Blockade der des Rechtenumzugs
Am 1. Mai war in Erfurt die Grüne Jugend mit Unterstützung aus dem gesamten Landesverband stark bei den Protesten gegen Rechts vertreten. In der Landeshauptstadt wurde dank der über 1.000 Gegendemonstrant*innen eine Neonazi-Kundgebung stark behindert und verkürzt. So gelang es uns, mithilfe einer friedlichen Blockade den Lautsprecherwagen der Neonazis zu stoppen und so dafür zu sorgen, dass die Kundgebung der Rechten stumm verlaufen musste. Anderen Gegendemonstranten gelang es den geplanten Zugweg der Rechten zu blockieren. Wir begrüßen das breite, bunte und gewaltfreie Bündnis aus demokratischen Parteien, Gewerkschaftler*innen und Zivilgesellschaft, dass Gesicht gegen den Aufmarsch der rechtsextremen Freien Kräfte zeigte. Auch das deeskalative defensive Verhalten der Polizei und das Engagement der Stadt, die noch in dieser Woche versuchte den Demonstrationszug der Nazis mit Rechtsmitteln zu verhindern, haben wir geschätzt.
Von Demonstranten eingekesselter Lautsprecherwagen der Neonazis
Wir hoffen dass im kommenden Jahr der 1. Mai wieder allein den Belangen der Erfurt Arbeiter*innen gehört und nicht erneut von Neonazis missbraucht wird. Notfalls werden wir uns ihnen aber auch 2014 wieder entgegenstellen und auf unseren Straßen Platz nehmen!

Mittwoch, 24. April 2013

Teilnehmerrekord und Unterschriftensammlung setzt Zeichen für bessere Radwege



Mit der nun zehnten Critical Mass Erfurt haben wir erneut einen Teilnehmerrekord aufgestellt. Über 200 Radlerin und Radler waren am Mittwoch auf Erfurts Straßen unterwegs um für eine größere Beachtung ihrer Belange einzutreten.
 Auch die Unterschriften für einen Ausbau der Radinfrastruktur konnte viele UnterstützerInnen gewinnen. Bis zur Übergabe am Fischmarkt unterzeichneten über 1.100 Personen den Aufruf an Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Der ließ es sich nicht nehmen die Stadtratssitzung für einen Augenblick zu verlassen und die Unterschriften persönlich von der Initiatoren entgegen zu nehmen.
Den TeilnehmerInnen der Critical Mass sagte er das die Probleme ihm und den DezernentInnen mittlerweile sehr bewusst sind. Er versprach baldige Verbesserungen etwa durch die Einführung der “Begegnungszone Innenstadt” und dem Umbau der Nordhäuser Straße.
Wir freuen uns über diese positiven Aussichten und werden den dringen notwendigen Umgestaltungsprozess weiter kritisch begleiten. Um den Druck auf die städtische Verkehrsplanung und missachtsame AutofahrerInnen aufrecht zu erhalten werden wir natürlich noch einige Critical Mass veranstalten.

Wir freuen uns bereits auf die nächste CM, bei hoffentlich eben so guter Stimmung und großer Masse!




Mittwoch, 20. März 2013

Sind Frauen weniger Wert? GJ zum Equal Pay Day

Frauen verdienen in Deutschland immer noch durchschnittlich 22% weniger als Männer. In Erfurt war die Grüne Jugend am Mittwoch auf dem Anger unterwegs, um Passanten mit selbstgebackenen Plätzchen auf diese ungerechtfertige Gehaltslücke aufmerksam zu machen – natürlich erhielten Frauen ein 22% kleineres Plätzchen als Männer.
Anlass ist der Equal Pay Day am 21. März, mit dem jedes Jahr das Bewusstsein für weiterhin bestehende Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt geschärft werden soll.
Die symbolische Aktion „Du bist weniger Wert“ stieß auf reges Interesse: Zwar wollten einige Passantinnen, mit Verweis auf die Fastenzeit, nicht gleich bei den Plätzchen zugreifen, doch alle fanden die – in Teig gegossene – Benachteiligung von Frauen äußerst ungerecht.
Die GJ mit Info-Flyern und und Keksen bei denen eine Ecke fehlt auf dem Anger

Unser Flyer
Die Gründe für die durchschnittlichen Lohnunterschiede sind vielfältig: einerseits werden „typische“ Frauenberufe grundsätzlich schlechter bezahlt, außerdem verzichten Frauen häufig durch Babypausen auf Jahre der Berufserfahrung und damit auf mögliche Beförderungen, Frauen arbeiten (oft ebenfalls im Zusammenhang mit Kinderbetreuung) deutlich häufiger in Teilzeit als Männer, und nicht zuletzt trägt ein männlich geprägtes Arbeitsumfeld dazu bei, dass ambitionierte Frauen auch im 21. Jahrhundert noch häufig an die „gläserne Decke“ stoßen.
Zur Beseitigung dieser Ungerechtigkeiten ist ein Ausbau der staatlichen Angebote für Familien ebenso notwendig, wie ein respektvoller und fairer Umgang mit Frauen in der Arbeitswelt. Daher lautet unsere Forderung an alle gesellschaftlichen Akteure "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!"
Alle Informationen zum Equal-Pay-Day sind unter equalpayday.de zu finden.

Montag, 11. März 2013

Keinen Meter! - Den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai 2013 in Erfurt verhindern!

Die Grüne Jugend Erfurt ist Teil des Bündnis, das sich der Neonazi-Kundgebung am 1. Mai entgegenstellt. Wir unterstützen den Folgenden Aufruf.

Keinen Meter!

Den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai 2013 in Erfurt verhindern!

Erneut wollen Neonazis am 1. Mai in Erfurt aufmarschieren. Am Internationalen Tag der Arbeiter*innenbewegung und dem traditionellen Datum linker Demonstrationen ist das eine besondere Provokation, zumal sich im Mai dieses Jahres die Zerschlagung der Gewerkschaften durch den Faschismus zum 80. Mal jährt. Die NSDAP erklärte den 1. Mai 1933 zum „Tag der nationalen Arbeit “ und versuchte so, emanzipatorische Bewegungen ihrer Traditionen zu berauben und diese vergessen zu machen. Heute versuchen Neonazis erneut, den 1. Mai für ihre Zwecke zu nutzen. Dementsprechend sollte unsere Antwort sein: Ihrem völkischen Nationalismus setzen wir unsere internationale Solidarität entgegen, die von Beginn an diesen Tag prägte.
Doch Nazi-Aufmärsche sind nur die Spitze des Eisberges. Unser Protest und Widerstand richtet sich gegen jede Art von Ausgrenzung und Unterdrückung. Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus, Sexismus und Konkurrenzdenken sind tief in der Gesellschaft verankert.
Seit Jahren versuchen militante Neonazis, in Erfurt und im Umland Fuß zu fassen. Mit Kundgebungen und Kleinaufmärschen ziehen Neonazis aus dem Spektrum der „Kameradschaften“ übers Land und durch die Städte. Während der Versuch am 1. Mai vor einem Jahr, in Weimar aufzumarschieren, am Widerstand aus der Gesellschaft und am strikten Kurs der Stadtverwaltung scheiterte, konnten die Nazis in Erfurt offensichtlich problemlos und von der Stadt genehmigt marschieren. Antifaschistischer Protest wurde dagegen immer wieder von der Polizei massiv behindert. Kein Wunder, dass Erfurt mittlerweile zu einem bevorzugten Aktionsort der Neonazis geworden ist.
Trotz stetig wiederkehrender Übergriffe durch Neonazis in Erfurt ist es uns in der Vergangenheit gelungen, ihnen immer wieder öffentlichen Raum zu nehmen. 2007 waren Tausende Menschen dem Aufruf eines breiten Bündnisses zu einer gemeinsamen Großdemo gegen einen NPD-Aufmarsch gefolgt. Sitzblockaden und direkte Aktionen stoppten die Nazis. Auch 2010 musste die NPD erneut am 1. Mai nach wenigen hundert Metern umkehren. Hunderte Menschen waren auf die Straße gegangen, um sie zu stoppen. Am 6. August 2012 gelang es, mit Sitzblockaden einen Propaganda-LKW der NPD auf dem Domplatz über Stunden mitten auf der Straße festzusetzen. Und am 18. September 2012 konnten die Attacke von NPD-Aktivisten auf eine Flüchtlingskundgebung vor dem Landtag erfolgreich abgewehrt werden. Es ist auch in Erfurt möglich, gemeinsam und entschlossen den Aktionen von Neonazis erfolgreichen Protest und praktischen Widerstand entgegenzusetzen.
Dem geplanten Aufmarsch am 1. Mai 2013 werden wir einen Strich durch die Rechnung machen. Keinen Meter dürfen Neonazis durch die Stadt marschieren!
Wir werden sie stoppen! Gemeinsam.

Weitere Infos findet Ihr unter keinenmeter.blogsport.eu.

Sonntag, 16. Dezember 2012

„Kling, Kasse, klingelingeling“ und andere Weihnachtslieder

Ein kleiner Flashmob zum Jahresabschluss: Um die einkaufenden Menschen auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt ein wenig zum Nachdenken anzuregen, stimmte ein motivierter kleiner Chor aus sechs Mitgliedern der Grünen Jugend Erfurt am dritten Adventssonntag konsumkritische Weihnachtslieder an. Schmunzelnd hörten Passant_innen auf die Melodien traditioneller Weihnachtslieder Zeilen wie „Oh Kommerz, unser glitzernder Gott – morgen kommt das Geschenk dann zum Schrott“ oder „Oh Einkaufsrausch, oh Einkaufsrausch, du gehst mir auf die Nerven“. So wurde ihnen vielleicht für einen Moment ins Bewusstsein gerufen, wie sehr die Konsum- und Wegwerfgesellschaft gerade zur Weihnachtszeit boomt. Und nicht zuletzt machte die Aktion den Sänger_innen so viel Spaß, dass sicher auch nächstes Jahr wieder ertönen wird: „Ihr Käuferlein kommet, oh kommet doch all…“

Dienstag, 30. Oktober 2012

Critical Mass zeigt: Fahrrad nicht nur Schön-Wetter-Fahrzeug

Auch nach dem ersten Schneefall in Thüringen und winterlichen vier Grad Celsius waren heute wieder über 50 RadfahrerInnen gemeinsam auf Erfurts Straßen unterwegs. Sie wollten als „Critical Mass“ zeigen, dass ihre Fahrräder keine Schön-Wetter-Fahrzeuge sind, sondern ein vollwertiger Teil des Stadtverkehrs, der immer noch zu wenig berücksichtigt wird.
Für die achte Critical Mass versammelten sich die TeilnehmerInnen fast schon in Tradition vor dem Erfurter Hauptbahnhof, von wo aus Sie ihre gut einstündige Tour über den Juri-Gagarin-Ring starteten. Die Route führte weiter über die Schillerstraße, den Schmidtstedter Knoten und die Weimarische Straße. Es wurde deutlich, dass gerade die meistbefahrenen und breitesten Straßen der Stadt oft keinen Raum für Radverkehr lassen. Sie sind durch Verbotsschilder ausgeschlossen oder werden von Autofahrer als Fremdkörper wahrgenommen. Dort wo der Verkehr stark ist, sollten sie durch eine Radspur auf der Fahrbahn geschützt werden. All zu oft wird dieser Platz aber lieber für eine zweite oder dritte Pkw-Spur genutzt.
Die Tour führte weiter durch die Käthe-Kollwitz-Straße, die an einem Tag wie heute von rund 10.000 Autos durchfahren wird. Einige TeilnehmerInnen der Critical Mass waren Anwohner der Straße. Sie berichteten dass sie die Verkehrsbelastung kaum noch ertragen können, seitdem vor sechs Jahren hier die Tempo-30-Zone aufgehoben wurde. Heute sind die Anwohner in einer Bürgerinitiative (BI) organisiert. Die fordert eine fußgänger- und fahrradfreundliche Umgestaltung der Straße durch die Wiedereinführung Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.
Von der Löbervorstadt führte die zwölf Kilometer lange Route in die Altstadt. Absteigen, Bordsteinkante, engste Kurven, Kopfsteinpflaster: Die Erfurter Altstadt bleibt eine Problemzone im Radwegenetz. Von besonderer Bedeutung ist dabei der zentrale Anger, auf den zwar mehrere Radrouten zulaufen, der aber bei Tag für Radfahrer gesperrt ist. Eine einfache Lösung haben auch wir nicht, aber von der vollständigen Umsetzung des aktuellen Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) in den kommenden Monaten erwarten wir Verbesserungen. Der VEP wurde dieses Jahr vom Stadtrat beschlossen und sieht in Teilbereichen eine Befahrung des Angers vor.
Die Critical Mass folgte heute der offiziellen Angerumfahrung, soweit diese möglich war. Die Borngasse ist momentan aufgrund der Baumaßnahmen am Anger nicht zugänglich. An der Barfüßerstraße schlossen wir wieder an den offiziellen Radweg an, umfuhren das Rathaus an dessen Rückseite und folgten der Michaelisstraße nach Norden bis zum Stadtring. Am Talkonten bog die Gruppe in die Johannesstraße ein.
Nachdem das Thema Radverkehrsverbindung nördliche Johannesstraße jahrelang in der Diskussion stand, wurde im November 2010, auf Druck von B90/Grüne, SPD und ADFC festgelegt, wie die Radverkehrsführung in der Lücke zwischen Talknoten und der Kreuzung „Am Hügel“ gestaltet werden soll. 2012 wurde Mithilfe von gelben Markierungen diese Lücke geschlossen und das Sperrgitter hinter der Hügelkreuzung entfernt. Der endgültige Umbau mit Verlegung der Gleise in Richtung Osten ist für 2013 geplant. Dann wird es möglich, die bisherigen Engstellen mit Radstreifen zu versehen.
Die südliche Johannesstraße ist bereits für den Radverkehr freigegeben, auch dort wo dem Autoverkehr der Weg versperrt bleibt. Die gemeinsame Führung mit der Straßenbahn im beengten Altstadtbereich funktioniert hier sehr gut. So sollte unsere Tour auch am Ende der Straße, vor dem Lutherdenkmal am Anger, enden.
Die Freude unter den TeilnehmerInnen über die rege Beteiligung, trotz der niedrigen Temperaturen, war groß. Das Critical Mass-Team von der Gründen Jugend, dem ADFC und der AG Nachhaltigkeit dankt der bunt gemischten Gruppe aus Erfurter Bürgerinnen und Bürgern für Ihren Einsatz für einen besseren Radverkehr!

Donnerstag, 20. September 2012

Proteste gegen NPD-Kundgebung vor dem Landtag


Nachdem in Erfurt die Deutschlandtour der NPD nicht nach Plan verlief und die Provokation der Flüchtlingsdemonstration am vergangenen Dienstag scheiterte, versuchte die Thüringer NPD mit einer Kundgebung vor dem Landtag zu zeigen, was in ihr steckt. Nach langer Mobilisierung gelang es den Nazis mit etwa 30 Personen am 20. September 2012 vor dem Landtag aufzumarschieren.
Parteien, Gewerkschaften und politische Jugendorganisationen, wie auch die Grüne Jugend Erfurt mobilisierten gemeinsam mit der Anitfaschistischen Koordination Erfurt zur Teilnahme an den Protesten.
150 BürgerInnen stellen sich gegen die Kundgebung der Rechtsextremen vor dem Landtag

Die Selbstbespaßung der so genannten nationalen Opposition war nur optisch wahrzunehmen, denn mindestens 150 GegendemonstrantInnen übertönten die rechten Parolen. Besonders einfach war es zu Beginn, da die NPDlerInnen an der genauen Funktionsweise eines Generators scheiterten. Nach einer Stunde unverständlicher „Redebeiträge“ hatten die Nazis genug und räumten den Platz vor dem Landtag.